Referenzen

 

...In this way, The Woman at His Side can be seen as an example of practice-based research. The three actors do not merely read the texts aloud; they enliven them with gestures, movements, and facial expressions. At strategic moments, they play music or other sound recordings from the time (such as a speech by Heinrich Himmler). They do not, however, aim at a mimetic representation: they never imitate the voices of the historical persons, and they do not wear costumes. They always remain actors, firmly anchored in the present, exhibiting the words of these women. There are other distancing devices that minimize any auratic quality, such as the deliberately low-tech tape recorder they use to play the songs, the absence of dramatic light effects, and the laying open of all sources. Each passage is immediately followed by the bibliographic reference, read out by one of the actors....

 

In the writing, staging, and performance of the piece, the actors have taken great care to avoid indulging the kind of lurid fascination exemplified by the postwar magazine profiles on these women and their family life, as well as more recent popular representations on television and in other media, where the emphasis is always on the transgres- sive and illicit frisson of danger and evil that we may vicariously expe- rience through these women and their stories. This is doubly important given that the piece is often performed at concentration camp memo- rials and other sites dedicated to the victims of Nazi persecution: in such a setting, any hint of glorification or voyeurism would be inap- propriate and offensive....

 

STAND BY YOUR MAN (SELF-)REPRESENTATIONS OF SS WIVES AFTER 1945 Susanne C. Knittel

 

 

"Die Berliner Schauspielerinnen packen die Suche nach Antworten in eine außergewöhnlich berührende Lesung. Sie dringen mit schauspielerischem Können und pointiertem Vorlesen zu den Personen vor, deren Gedankenwelt so krude und skrupelos sein konnte. Neun Monate Recherche im Auftrag der Gedenkstätte 'Haus der Wannsee-Konferenz' brachten sie auf die Spuren der Täter, auf die Spuren der "Täter-Frauen". Stendaler Volksstimme, 2017

 

 

„Die von Ihnen gewählte Form der Vorträge in der szenischen Lesung hat es überzeugend ermöglicht, schwierige und wegen der Thematik auch schwer zu ertragende Lebenszeugnisse von Mittäterinnen nicht nur den Fachleuten, sondern vor allem auch einem mit der NS-Diktatur nicht so vertrauten Publikum überzeugend und kritisch nahezubringen. Der über unseren Erwartungen liegende Besuch von 120 Personen in Osthofen und 220 Personen in Hinzert zeigt uns, dass das Interesse an dem Thema und auch an der Form der Präsentation sehr groß ist. ...“

 

 

 

Uwe Bader, Leiter des Dokumentationszentrums Rheinland-Pfalz, Gedenkstätte Osthofen

 

Die sensible Art und Weise mit welcher sich Inga Dietrich, Joanne Gläsel und Sabine Werner diesem schwierigen Thema angenähert haben, war ausgesprochen eindrucksvoll. Als Fernsehjournalistin für die ARD (Panorama und Hauptstadtstudio Berlin) habe ich mich selber häufig mit dem Thema Nationalsozialismus und Neonazismus beschäftigt. Ich finde es hochinteressant, diese eher unbekannte Seite, nämlich die Rolle der Frauen an der Seite der Täter, zu thematisieren.“

 

 

 

Gesine Enwaldt, Fernsehjournalistin

 

 


 Volksstimme Magdeburg:
„... Die Berliner Schauspielerinnen haben gründlich recherchiert und sind in Briefen, Tagebüchern, Vernehmungsprotokollen, Zeitungen, in Erlassen und Reden ... fündig geworden. Sie haben das authentische Material verdichtet und vermitteln in das Denken und Fühlen der SS-Frauen tiefe Einblicke, die beim Zuhörer zuweilen den Atem stocken lassen. ... Die Lebenswege einzelner SS-Frauen, ihre ganz persönliche Sicht auf das Tun ihrer Männer im Nationalsozialismus und Rückblicken nach Kriegsende zeigten eine ganz besondere Art der Mittäterschaft, die nicht vergessen werden darf. ...“ Dr. Herbert Henning

 

Campus, Uni Bonn:


 

„... der Standort der Frau im Nationalsozialismus hat sich an diesem Abend nicht eindeutig bestimmen lassen. Doch bestand gerade darin die Leistung der Berlinerinnen, ein Thema, das mehr Fragen als Antworten aufwirft, imponierend und facettenreich auszudrücken. ...“ Christoph Meurer